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Schild mit dem Hinweis, dass in einem Kilometer die sowjetische Zone beginnt und im Hintergrund ein alter DDR-Wachturm. (Bild:  picture-alliance/dpa)
Relikte einer vergangenen Zeit
10.03.2009

Asbach

Das Grenzmuseum "Schifflersgrund"

40 Jahre lang teilte eine zum Teil stark gesicherte Grenze die beiden deutschen Staaten. Einen eindrucksvollen Einblick in die Grenzanlagen und die Geschichte liefert das Museum in der Nähe von Bad Sooden-Allendorf.
 
Video: "Die Grenze ist auf" 1:00:00 Std
(© hr, 08.11.2009)
Nach der Staatsgründung von DDR und Bundesrepublik 1949 wurde die Grenze im Laufe der Jahre von ostdeutscher Seite immer undurchlässiger. Sie wurde mit Zäunen, Patrouillenwegen, Hunden, Wachtürmen, Selbstschussanlagen und Minenstreifen zu einem fast unüberwindlichen Hindernis. Doch immer wieder gab es Fluchtversuche.
 

Information

Grenzmuseum "Schifflersgrund"
37318 Asbach-Sickenberg
Telefon: 036087 98409
Fax: 036087 98414
E-Mail: info@grenzmuseum.de
Internet: www.grenzmuseum.de

Öffnungszeiten:
- November-Februar:
  • Dienstag-Freitag: 10-16 Uhr
  • Samstag-Sonntag: 11-16
    Uhr
  • Montag: Ruhetag
- März-Oktober:
  • Montag-Sonntag: 10-17 Uhr
Eintritt:
  • Erwachsene: 3,50 Euro
  • ermäßigt: 2,50 Euro
  • Kinder
    bis 10 Jahre: frei

Führungen (ab 15 Personen:
Nach telefonischer Anmeldung möglich.
Kosten: 20,- Euro je Gruppe
Einer dieser Versuche endete wenige hundert Meter vom heutigen Standort des Museums entfernt tödlich. Auch dieser Fall ist dokumentiert. Der Flüchtling versuchte mit einem Traktor und dessen Schaufel die Sperranlagen zu überwinden, wurde aber von den Grenzern erwischt und erschossen. Das war 1982. Ein Jahr später stürzte ein sowjetischer Kampfhubschrauber bei Witzenhausen ab.

Im Museum sind neben Teilen der verschiedenen Grenzanlagen auch ein Kampfhubschrauber des Typs Mi-24 (im NATO-Jargon "Hind" genannt) sowie der Original-Frontlader, der bei dem vereitelten Fluchtversuch benutzt wurde, zu sehen. Auch der Originaltext des "Schießbefehls", mit dem die Grenzsoldaten vergattert, d.h. verpflichtet, wurden Grenzflüchtlinge "zu vernichten".

Der Grenzbeobachtungsturm, der das Museumsgelände überragt, ist leider nicht mehr begehbar, es besteht Einsturzgefahr. Auch bei dem Grenzzaun, insgesamt sind noch 1,5 Kilometer vorhanden, ist Vorsicht geboten. Die Kanten der recht kleinen Öffnungen sind scharf.

Das Museumsangebot wird immer wieder durch Sonderausstellungen, Vorträge und Seminar zum Thema ergänzt.
 

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Redaktion: mad
Letzte Aktualisierung: 13.11.2009, 9:08 Uhr
 
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