Nach seinem überraschenden Sieg bei der Stichwahl zum Frankfurter Oberbürgermeister hat Peter Feldmann (SPD) am Montagmorgen noch einmal seine Kernthemen betont. Weit oben auf der Agenda steht der Kampf gegen den Fluglärm.
Der Einsatz für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am Frankfurter Flughafen steht auf der To-Do-Liste des neuen Stadtoberhauptes weit oben. Das sei eines seiner fünf wichtigen Themen, sagte er am Montag dem Radiosender hr-iNFO. "Als Aufsichtsratsmitglied der Fraport kann ich mich sehr stark positionieren und das Gewicht für diese Position erhöhen."
Einsetzen wolle er sich auch für Bildung, ältere Menschen, Wohnungsbau, den Kampf gegen Kinderarmut und die Internationalität der Stadt Frankfurt. "Ich denke, man kann nicht alles versprechen und schon gar nicht in kurzer Zeit", warnte der Wahlsieger aber vor zu hohen Erwartungen.
"Wir arbeiten zusammen!"
In der Konstellation mit dem schwarz-grünen Magistrat in Frankfurt sieht Feldmann nach eigenen Angaben nicht die größte Herausforderung. Zusammenarbeit sei Gebot der hessischen Gemeindeordnung, die von einer Kollegialverfassung ausgeht. "Das heißt, wir arbeiten zusammen. Ich bin ein sehr kooperativer und offener Mensch, und das wissen auch alle."
Etwa beim Thema Wohnungsbau verspreche er sich eine gute Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachdezernenten Olaf Cunitz von den Grünen. "Er ist neu, ich bin neu und gegenüber der Schlafmützigkeit des bisherigen Dezernenten wir da auch was zu spüren sein".
Der 53-jährige Feldmann hatte am Sonntag überraschend die Stichwahl gegen CDU-Kandidat Boris Rhein gewonnen.
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