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Junge Frau isst eine Pommes (Bild:  picture-alliance/dpa)

Das Experiment

Kann man ein Menü kochen und dabei ganz auf Plastik verzichten?

Wir sind umgeben von Plastik. Und jeder von uns verbraucht jedes Jahr 100 Kilogramm davon. Doch geht es auch mit weniger, vielleicht sogar ganz ohne?
 

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11.01.2012, 21:00 Uhr
Wir machen ein Experiment. Unsere "alles wissen"-Familie soll heute wenigstens in einem Lebensbereich komplett auf Plastik verzichten. Die Aufgabe: Sie sollen ein Menü kochen, ohne dabei Plastik zu verwenden. Und zwar: Schnitzel, Pommes, ein Erbsen-Karotten-Gemüse und Salat. Als Nachtisch Eis.

Drei Joker dürfen sie einsetzen. Einen davon brauchen sie auf jeden Fall für den Herd: der hat Plastikteile. Den zweiten fürs Wasser. Zu- und Ableitungen sind ebenfalls aus Plastik. Bleibt eigentlich nur einer übrig: Mal schauen, ob die beiden vorausschauend damit umgehen?
 
Einfach für alle. Der Rundfunkbeitrag.
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Zu Fuß zum Supermarkt

Zunächst planen sie den Einkauf und nehmen eine Einkaufstasche aus Stoff und eine Metallschüssel mit. Dort wollen sie die Schnitzel einpacken lassen. Moritz und Sandra gehen los. Doch statt wie sonst mit dem Auto müssen sie heute zu Fuß zum Supermarkt gehen. Auto fahren geht leider nicht. Moderne Autos bestehen zu rund 15 Prozent aus Plastik. Und jetzt schon den Joker verschwenden?

Endlich am Supermarkt angekommen taucht die nächste Hürde auf. Den Einkaufswagen können sie nicht benutzen, denn der hat einen Plastikgriff. Also besorgt sich das Paar eine Pappkiste, die im Supermarkt ausliegt und beginnt den Einkauf.

Zunächst kümmern sich die beiden um den Schnitzelkauf. Wirklich plastikfrei ist in der Auslage gar nichts. Das Fleisch liegt in Plastikschüsseln, geschnitten wird es auf Plastikunterlagen. Das lassen wir gelten, schließlich haben die beiden ihre eigenen Schüsseln dabei und das war die Aufgabe.
 

Regionale- und Bioprodukte

Ein erstes größeres Problem sind die Pommes. Die gibt's leider nur in Plastiktüten. Da hilft nur selber machen. Nach einigem Suchen finden sie auch noch lose Kartoffeln. Wie gut, dass der Supermarkt in dem sie häufig einkaufen viele regionale und Bioprodukte anbietet. Ansonsten wäre auch lose Ware womöglich ein Problem geworden.

Schwieriger wird's beim Öl. Das brauchen sie zum Frittieren und für den Salat. Für Verpackungen werden 33 Prozent des weltweit produzierten Plastiks verwendet. Und Plastik ist auch da, wo man es nicht vermutet. Das müssen Moritz und Sandra nun feststellen: "Man denkt zuerst, das ist ja kein Problem, dann kauf ich halt eine Glasflasche. Dann stellt sich aber heraus, dass überall kleine Plastiktüllen und Plastikdichtungen verarbeitet sind."
 
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Redaktion: maho / anla
Letzte Aktualisierung: 11.01.2012, 22:01 Uhr
 
 

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