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Cyber-Mobbing - Schmähungen im Netz

 (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Jeder vierte Internet-Nutzer kennt Menschen, die im Internet beleidigt worden sind. Sei es, weil Bilder unerlaubt eingestellt wurden, die Betroffenen unvorteilhaft dargestellt oder aber persönlich beleidigt wurden.

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11.08.2011, 8:30 Uhr
Audio: Cyber-Mobbing - Schmähungen im Netz 14:51 Min
(© Petra Boberg, hr, 12.08.2011)

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Das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen mit Hilfe von Kommunikationsmitteln wie YouTube oder eigens dafür eingerichteten Internetseiten ist ein junges Phänomen. Mittlerweile ist es aber vor allem bei Jugendlichen ganz selbstverständlich, Beziehungen online über entsprechende Internetforen zu pflegen wie Facebook, Studi- und SchülerVZ oder andere soziale Netzwerke.

Cybermobbing gibt es besonders häufig in den Klassen 7 bis 10. Erkenntnisse, die das Ausmaß beschreiben, gibt es nur wenige, denn das Phänomen ist neu. Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass jeder fünfte Jugendliche mittlerweile Opfer von Cybermobbing ist. In der Regel kennen sich Täter und Opfer aus der realen Welt, meist aus der Schule, bestätigt Medienpädagoge Günter Steppich.
 

Konfliktlösung ohne Schuldzuweisung

Die Mobber ausfindig zu machen, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Im Umfeld der Schule gelingt es meist nur durch die Unterstützung engagierter Lehrer. Medienpädagogen raten bei Cybermobbing-Attacken auf Konfliktlösung ohne Schuldzuweisung und Sanktionen zu setzen. So könnten sich Opfer und Mobber besser aus ihren Rollen lösen. Die Situation aufzuklären und aufzuarbeiten sei für die Opfer wie für die Mobber aber auch die ganze Klassengemeinschaft wichtig. Bleibt der Mobber anonym und hören die Belästigungen nicht auf, sollten die Eltern mit ihren Kindern immer zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Nur so wird der Provider die Daten der Täter freigeben.
 

Das Netz vergisst nicht

Bei Facebook oder SchülerVZ zu chatten gehört heute zum Alltag der Jugendlichen. Rund 70 Prozent der Jugendlichen loggen sich täglich oder mehrmals wöchentlich in ein soziales Netzwerk ein. Die meisten haben eigene Profile: bei SchülerVZ sind aktuell sechs Millionen Jugendliche aktiv.

Und genau hier liegt das Problem, weiß Jo Bager Onlineexperte vom Computermagazin CT. Die wenigsten Jugendlichen wissen nämlich, was mit ihren online gestellten Bildern und Daten alles passieren kann. Denn das Netz vergisst nicht. Was einmal geschrieben und verschickt wurde, wird auf unzähligen Rechnern zwischengespeichert. Hier schlummern die Daten oft jahrelang bevor sie erneut wieder ins Netz gelangen. Psychologen weisen darauf hin, dass schon harmlose Formen des Cybermobbings für die Opfer traumatisch sein können.

Von Petra Boberg
Manuskript-Nr. 11-091
 
Redaktion: kim / nb
Bild: © picture-alliance/dpa - Archiv
Letzte Aktualisierung: 2.03.2016, 18:08 Uhr
 
 

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