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Das vererbte Leiden

Traumata zwischen den Generationen

 (Bild:  picture-alliance/dpa)
Kriege, Terroranschläge, Gewalterfahrungen, Flucht und Vertreibung, Katastrophen - sie lösen oft traumatische Erfahrungen aus, die die Betroffenen ein Leben lang belasten - und die sie nicht selten an ihre Nachkommen weiter geben.
 
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Aber auch bei ihren Kindern oder sogar bei den Enkeln der Betroffenen können die Erfahrungen zu seelischen Störungen führen. Traumata können über Generationen hinweg weiter gegeben werden, man spricht hier von der "transgenerationalen Weitergabe".

Die hr2-Reihe "Das vererbte Leiden" wirft in fünf Folgen einen Blick auf dieses Thema unter verschiedenen Aspekten: Verfolgungs- und Vernichtungserfahrungen von Holocaust-Überlebenden, Gewalterfahrungen durch Misshandlung oder Missbrauch, Kriegs- oder Foltererfahrung, Erfahrungen von Nachkommen von Nazi-Tätern.
 

Transgenerationale Weitergabe an die Nachkommen der Shoah

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Die generationenübergreifende Weitergabe von Traumata wurde zuerst an den Nachkommen der jüdischen Opfer des Holocaust beobachtet. Sie leiden unter dem Schicksal der Eltern.

Wie sich das auswirkt, erzählt unter anderem Dr. Peter Pogany-Wnendt, selbst Betroffener und heute Psychotherapeut.
 

Transgenerationale Weitergabe an die Kriegsenkel

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Die Enkel sollen das Leid der Kriegsgeneration mittragen. Lange kümmerte sich niemand darum, dass auch sie von den traumatischen Erfahrungen der Eltern belastet sein können. Inzwischen ist dies nicht nur ein Thema in Psychotherapien. Betroffene treffen sich in "Kriegsenkel-Erzählcafés". Zwei Frauen berichten.
 

Fehlende Bindungsfähigkeit bei Kindern von Gewaltopfern

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Kinder, die misshandelt wurden, Frauen, die sexuell "missbraucht" wurden – sie leiden oft lebenslang unter diesen Erfahrungen. Sie können ihre Traumata an die eigenen Kinder weitergeben.

Besonders häufig leiden die Nachkommen der Opfer individueller Gewalt an fehlender Bindungsfähigkeit. Expertin ist unter anderem Michaela Huber vom Zentrum für Psychotraumatologie in Kassel.
 

Transgenerationale Weitergabe an die Nachkommen der Nazi-Täter

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Der Vater war zum Beispiel KZ-Aufseher, die Mutter hat womöglich bis zu ihrem Lebensende die Nazis verteidigt. Wie können deren Kinder mit den Verbrechen der Vorfahren umgehen? Deren Reaktionen reichen von Verteidigung bis Hass.

In jedem Fall hat sich die Familiengeschichte in der Seele der Nachkommen festgesetzt. Unter anderem kommt die Tochter eines Täters zu Wort.
 

Lässt sich das vererbte Trauma behandeln?

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Ob sie Nachkommen von Shoah-Überlebenden, von Kriegskindern, von Opfern individueller Gewalt sind oder ob Ihre Eltern Nazi-Täter waren: Sehr viele der Kinder und Enkel haben die Traumata "geerbt".

Lässt sich das vererbte Leiden behandeln – wenn ja wie? Betroffene und Therapeuten geben Auskunft.
 

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Redaktion: kim
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 11.05.2015, 9:28 Uhr
 
 

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