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 (Bild: Picture-alliance/dpa/hr)

Wöchentlich aktuell

"Welt der Wissenschaft"

Der Geruch von Krebs +++ Warum es in Nordamerika so kalt wurde +++ Schlechte Aussichten für Wintersport +++ Algen könnten Kühlwasser aus Fukushima dekontaminieren
 
Wöchentlich neu gibt es hier eine Extraportion Nachrichten aus der weiten Welt der Wissenschaft - ausgewählt von Wissenschaftsredakteur Utz Thimm. Bei seinen Streifzügen durch die Fachmagazine und Websites dieser Welt fällt ihm so manch interessantes Thema in die Hände. Zu kleinen, feinen Päckchen geschnürt finden Sie diese Perlen hier:
 

Der Geruch von Krebs

Schon länger ist bekannt, dass man Hunde darauf trainieren kann, den Unterschied zwischen Krebszellen und gesunden Zellen zu erschnüffeln. Aber leider hat sich daraus bisher keine Diagnose-Methode ergeben, weil Hunde doch zu unzuverlässig sind. Forscher der Universitäten Konstanz und Rom sind deswegen auf Fruchtfliegen ausgewichen. Sie nahmen die Antennen der Fliegen, mit denen die Fliegen riechen, und machten die Aktivität der Nervenzellen in den Antennen durch Fluoreszenz unter dem Mikroskop sichtbar. In ihrer Veröffentlichung in der Zeitschrift „Nature“ behaupten die Forscher, sie könnten auf diese Weise nicht nur Krebszellen von gesunden Zellen am Geruch unterscheiden. Es sei auf diese Weise sogar möglich, verschiedene Arten von Brustkrebs auseinander zu halten.
 

Warum es in Nordamerika so kalt wurde

Kanada und die USA leiden unter einer extremen Kältewelle, während es bei uns für die Jahreszeit eindeutig zu warm ist. Der Deutsche Wetterdienst hat jetzt in einer Pressemitteilung die Ursache dafür erklärt. In den höheren Schichten der Atmosphäre gibt es große Wellen, die um den Planeten laufen. Auf der Vorderseite der Welle fließt warme Luft nach Norden, auf der Rückseite der Welle fließt kalte Luft nach Süden. Manchmal können diese Wellen aber auch gleichsam einfrieren. Dann fließt am selben Ort ständig kalte Polarluft nach Süden, wie es gegenwärtig in Nordamerika geschieht. Und wir profitieren von ungewöhnlich warmer Luft aus den Tropen. Die Kältewelle in Nordamerika widerspreche nicht dem Trend zur globalen Erwärmung, betont der Deutsche Wetterdienst. Auch in einer insgesamt wärmer werdenden Atmosphäre kann es immer mal wieder extreme Kälteereignisse geben.
 

Schlechte Aussichten für Wintersport

Hierzu passt eine Studie von Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München, die demnächst in der Zeitschrift „Tourism Economics“ erscheint. Die Wissenschaftler haben die Zukunft der deutschen Skigebiete im Klimawandel untersucht. Skifahrer haben genaue Vorstellungen von einem perfekten Tag zum Skifahren. An einem perfekten Skitag scheint die Sonne, die gefühlte Temperatur liegt zwischen minus und plus fünf Grad. Und die Skipiste darf kein weißes Band in einer grünen Landschaft bilden, sondern die ganze Landschaft sollte weiß verschneit sein. Das Ergebnis der Simulationsrechnung der Münchner Wissenschaftler: Perfekte Skitage wird es in Deutschland kaum noch geben. Tendenziell wird sich die beste Skizeit von Dezember/Januar Richtung Ostern verschieben. Und um 2050 herum werden nur noch ein bis zwei Skigebiete in Deutschland übrig bleiben. Regionen, die heute vom Skitourismus leben, müssen sich darauf vorbereiten.
 

Algen könnten Kühlwasser aus Fukushima dekontaminieren

Jeden Tag fallen in den havarierten Atomreaktoren von Fukushima Tonnen von radioaktiv verseuchtem Kühlwasser an. Einige Tanks, in denen dieses Kühlwasser aufbewahrt wird, sind bereits leck; und vor allem wissen die Betreiber nicht, wohin mit dem ständig neu anfallenden Kühlwasser. Algen könnten eine Lösung bieten, wie Forscher von der Universität von Tsukuba in Japan vorschlagen. Sie haben verschiedene Algen und Wasserpflanzen darauf getestet, wie gut sie radioaktive Elemente aufnehmen können. Und tatsächlich gibt es Algenarten, die in radioaktiv kontaminiertem Wasser überleben und bis zu 90 Prozent des radioaktiven Cäsiums aufnehmen können. Andere Algen nehmen selektiv Jod oder Strontium auf, wie die Forscher im „Journal of Plant Research“ berichten. Eine biologische Reinigung des Kühlwassers wäre also möglich. Leider lässt sich die Methode nicht auf Meerwasser übertragen, denn die Forscher haben geeignete Algenarten nur für Süßwasser, nicht aber Salzwasser gefunden.
 
Redaktion: kim
Letzte Aktualisierung: 13.01.2014, 11:30 Uhr
 
 

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